Der lange Weg zu mir selbst

Vor etwa acht Jahren hatte ich eine beruflich sehr stressige Phase, als Pendlerin mit Jobs in zwei Städten, die gut 300 Kilometer auseinander liegen. Dazu Schichtdienst und Wochenendarbeit. Ich war erschöpft, ausgelaugt, stand irgendwie neben mir. Ich war also auf der Suche nach einem Ausgleich, einem Sport, bei dem ich mich einerseits auspowern und andererseits innerlich zur Ruhe kommen konnte. Erinnerungen aus meiner Kindheit kamen mir in den Kopf: Mein Papa, der im Spagat im Türrahmen steht, um sich zu dehnen. Der einen weißen Baumwollanzug und einen roten Gürtel in seine Tasche packt. Der mir ein kleines Schlagpolster hinhält, gegen das ich mit meinen kleinen Füßen begeistert trete. Eine Google-Suche und einen Anruf später hatte ich ein Probetraining beim Taekwondo vereinbart. Und bin bis heute begeisterte Schülerin...